Die Rechtsetzung ist eine der anspruchsvollsten Aufgaben der öffentlichen Verwaltung. Sie erfordert vertiefte Kenntnisse in Gesetzgebungstechniken, Verständnis für gesellschaftliche und politische Fragen sowie eine klare Vorstellung über die langfristigen Auswirkungen. Die Adjurix GmbH wurde bereits von mehreren Kantonen mit der Unterstützung von Rechtsetzungsprojekten mandatiert. Für die Auslagerung dieser Kernkompetenz werden regelmässig folgende Gründe genannt:
(a) Fachkräftemangel und Erfahrungsmangel
Auch wenn es Ausnahmen geben mag, benötigen die meisten Juristinnen und Juristen mindestens zehn Jahre Berufserfahrung, um sich umfassendes Fachwissen anzueignen sowie ein sicheres politisches und strategisches Gespür zu entwickeln. Die gesellschaftlichen Entwicklungen haben bekanntlich dazu geführt, dass viele dynamische Mitarbeitende bereits nach wenigen Jahren ihre Stelle wechseln, bevor sie die erforderlichen Kenntnisse erwerben können. Der Abgang von langjährigen Mitarbeitenden durch Pensionierung oder Jobwechsel hinterlässt zudem grosse Lücken.
(b) Bedarf für Peakleistungen
Erfahrungsgemäss sind komplexe Gesetzgebungsprozesse sehr zeitaufwändig, weshalb die Projektfristen neben der übrigen Arbeitslast regelmässig nicht eingehalten werden können. Gleichzeitig lohnt es sich auch für grössere Kantone kaum, ein nicht optimal ausgelastetes «Heer» an Rechtsetzungsexperten aufzubauen und zu unterhalten.
(c) Vermeidung von Konflikten
Die Ausarbeitung von Gesetzen führt oft zu Meinungsverschiedenheiten, die sich nachhaltig negativ auswirken können. Externe können sich eher erlauben, potenziell konfliktreiche Aufgaben zu übernehmen und heikle Situationen zu entschärfen, da sie mangels Abhängigkeit weitaus weniger bedeutsame Folgen für ihren weiteren beruflichen Weg zu befürchten haben. Damit kann die persönliche Belastung der Mitarbeitenden und die dadurch drohende Gefahr der Abwanderung reduziert werden.
(d) Unabhängige Betrachtungsweise
Externe können, da sie weder in die Verwaltung eingebettet sind noch eigene Karriereagenden verfolgen, objektiv agieren und auch intern unpopuläre Vorschläge machen. Sie bringen oft eine andere Perspektive und spezifisches Wissen ein, das im engen Austausch mit der Führungsriege der Verwaltung zu innovativen und robusten Lösungsvorschlägen führt. Die externe Sichtweise kann dabei helfen, eingefahrene Denkstrukturen aufzubrechen und zielgerichtete, strategisch fundierte Vorschläge zu erarbeiten sowie einer unnötigen Überregulierung entgegenzuwirken.